Energieeffizient planen. Rechtssicher dokumentieren.
Energieausweise
Energieausweise werden nach der geltenden OIB-Richtlinie 6 sowie den bundesländerspezifischen Vorschriften erstellt. Leistungsumfang und Preisniveau variieren je nach Anwendungsfall und Gebäudegröße.
Wohngebäude Neubau
Für Einreichung und Wohnbauförderung. Grundlage ist der Einreichplan.
Wohngebäude Bestand
Für Verkauf und Vermietung. Bestandspläne und Begehung sind erforderlich.
Nicht-Wohngebäude Neubau
Für Einreichung und Förderung (z. B. Büro, Gewerbe, kommunale Gebäude).
Nicht-Wohngebäude Bestand
Für Verkauf und Vermietung (Bestandserfassung je nach Datenlage).
Sonderfall: Thermische Sanierung
Bei thermischen Sanierungen werden zwei Energieausweise erstellt: einmal für das Gebäude im Ist-Zustand und anschließend für das Gebäude im sanierten Zustand.
Wohngebäude Neubau: Ablauf & Unterlagen
Als Grundlage für die Erstellung dient der Einreichplan. Im Zuge der Erstellung empfiehlt es sich, die Bauteile der beheizten Hülle sowie die erdberührten Flächen bauphysikalisch überprüfen zu lassen. So werden Folgeschäden von Anbeginn vermieden – und durch die präzisere Bestimmung der Baustoffe kann “genauer” gerechnet werden, was sich positiv auf die Energiekennzahl auswirken kann.
- Für die Baugenehmigung erforderlich: Eine Einreichung erfordert immer die Beilage eines gültigen Energieausweises.
- Kosten: abhängig vom Leistungsumfang; standardisierte Leistungen gemäß Preisliste (Stand 05.01.2019). Gebäude mit größeren Wohnflächen auf Anfrage.
Wohngebäude Bestand: Rechtliches & Vorgehen
Das Energieausweis-Vorlage-Gesetz schreibt vor, dass bei Verkauf oder Vermietung beheizter Gebäude bei Vertragsabschluss ein gültiger Energieausweis vorgelegt werden muss. Für Käufer oder Mieter ist er vergleichbar mit einem “Typenschein” und zeigt den zu erwartenden Energiebedarf für Raumheizung und Warmwasser.
- Schutz für Verkäufer/Vermieter: Nichtvorlage kann zu Streitfällen führen, wenn Heizkosten im Verhältnis zu Alter und Bauweise als zu hoch erscheinen.
- Wichtig: Es ist nicht vorgeschrieben, wie hoch/niedrig der Heizwärmebedarf sein muss – für jedes Gebäude kann ein gültiger Energieausweis ausgestellt werden.
- Unterlagen & Begehung: Bestandspläne und eine persönliche Begehung sind erforderlich. Sind keine Bestandspläne vorhanden, wird die Gebäudehülle durch den Aussteller mit geeigneter Methode erfasst.
Angebot anfordern
Je nach Gebäudeart, Datenlage und Leistungsumfang erstelle ich Ihnen ein passendes Angebot.
Nachweise, Simulationen und Optimierung für langlebige Gebäude
Bauphysik
Die Bauphysik hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung zugenommen. Früher wurden bauphysikalische Nachweise oft durch Architekten und Baumeister selbst geführt. Heute werden aufgrund der gestiegenen Anforderungen vermehrt spezialisierte Ingenieurbüros beauftragt.
In der Praxis werden bauphysikalische Leistungen meist als Teil einer umfassenden und integrativen Gebäudeplanung erbracht. Einzelberechnungen sind eher die Ausnahme – werden auf Anfrage aber ebenfalls angeboten.
Klassische Leistungen
Wärmeschutz Bauteile
U-Wert-Berechnung nach ÖNorm EN ISO 6946.
Wärmeschutz Fenster & Türen
U-Wert-Berechnung nach ÖNorm EN ISO 10077-1.
Feuchteschutz
Kondensation und Wasserdampfdiffusion nach ÖNorm EN ISO 13788.
Schallschutz
Schallpegeldifferenz und Trittschalldämmung nach ÖNorm B 8115.
Raumakustik
Nachhallzeit bzw. Schallabsorber nach ÖNorm EN 12354.
Sommertauglichkeit
Speichermassen und Sonnenschutz nach ÖNorm B 8110-3.
Dynamische Feuchtesimulation
Dynamische Feuchtesimulation mit WUFI.
Wärmebrücken
Analyse und Optimierung kritischer Details zur Vermeidung von Energieverlusten und Feuchteproblemen.
Wie ich arbeite
Bauphysikalische Nachweise sind am wirkungsvollsten, wenn sie frühzeitig in die Planung integriert werden. So lassen sich Details gezielt optimieren, Risiken minimieren und spätere Nachbesserungen vermeiden. Einzelne Berechnungen biete ich bei Bedarf ebenfalls an.
Projekt besprechen
Sie erhalten klare Nachweise, nachvollziehbare Ergebnisse und praxisnahe Empfehlungen für die Umsetzung.
Wohnkomfort, Effizienz und Zukunftssicherheit
Passivhaus
Meine ersten Passivhausplanungen kurz vor der Jahrtausendwende waren wirklich abenteuerlich: Es gab keine verlässlichen Berechnungsmethoden und kaum Erfahrungswerte. Die damaligen Bauherren waren wirklich mutig.
Heute ist das Passivhaus ein ausgereiftes Konzept, das bei konsequenter Umsetzung traumhaften Wohnkomfort bietet – mit dauerhaft niedrigen Energie- und Betriebskosten.
Was ein modernes Passivhaus auszeichnet
- Lichtdurchflutete Räume
- Ständig frische Luft
- Behaglich warme Oberflächen
- Keine sichtbaren Heizflächen
- Geringe Wartungs- und Energiekosten
- Maximale Wohnbauförderung
- Krisensicherheit
Planungsmethode
Die Planung erfolgt nach PHPP 8.6.
Sprachen
Planungen werden bei Bedarf auch auf Englisch und Französisch angeboten.
Passivhaus-Projekt besprechen
Von der ersten Idee bis zur abgestimmten Planung – mit Fokus auf Komfort, Kosten und Förderfähigkeit.
Luftdichtheit messen. Qualität absichern.
BlowerDoor Test
BlowerDoor-Prüfungen werden nach ÖNorm EN ISO 13829 durchgeführt. Ziel ist es, die Luftdichtheit der Gebäudehülle nachvollziehbar zu prüfen – als Qualitätsnachweis, zur Schadensvermeidung und für einen effizienten Betrieb von Gebäudetechnik.
Passivhäuser
In der Regel zwei Prüfungen: eine nach Fertigstellung der Rohbauhülle und eine kurz vor dem Bezug.
Gebäude mit Lüftungsanlagen
Damit die Lüftungsanlage den gewünschten Effekt der Energieeinsparung erzielt, muss die Gebäudehülle ausreichend dicht sein.
Weitere Gebäude mit Luftdichtheits-Anforderungen
Zum Beispiel Gebäude mit Löschgasanlagen, CO2-gefüllte Hochregallager oder andere Nutzungen, bei denen die Luftdichtheit betrieblich oder sicherheitstechnisch relevant ist.
Grunddatenerhebung
Für eine rasche Abwicklung: Bitte das Formular zur Grunddatenerhebung vorab ausfüllen.
Hinweis: Bitte den Dateinamen/Linkpfad an Ihre Download-Struktur anpassen.
Termin & Ablauf abstimmen
Ich unterstütze Sie bei der Planung der Prüfung und bei der Interpretation der Ergebnisse.
Planung, Details und Ausführungssicherheit
Wind- und Luftdichtigkeit
Eine wind- und luftdichte Gebäudehülle ist die Voraussetzung für energieeffiziente und komfortable Gebäude. Sie reduziert unkontrollierte Wärmeverluste, verbessert den Wohnkomfort und schafft eine verlässliche Basis für moderne Gebäudetechnik.
Basierend auf der Vor- oder Einreichplanung wird für die gesamte Gebäudehülle eine Wind- und Luftdichtheitsplanung durchgeführt.
Zwei Ebenen – ein System
Eine dichte Gebäudehülle erfordert in der Regel zwei Dichteebenen: die innenseitige Luftdichteebene und die außenseitige Winddichteebene. In der Planung werden Bauteilaufbauten, Bauteilanschlüsse und technische Durchdringungen untersucht, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und auszumerzen.
Luftdichteebene (innen)
Verhindert unkontrollierte Luftströmungen durch die Gebäudehülle und unterstützt die Energieeffizienz sowie den Feuchteschutz.
Winddichteebene (außen)
Schützt die Konstruktion vor Windanströmung und reduziert konvektive Wärmeverluste, insbesondere bei hinterlüfteten Aufbauten.
Worauf in der Planung besonders geachtet wird
- Bauteilaufbauten: klare Definition der Dichteebenen im Schichtaufbau.
- Bauteilanschlüsse: Anschlussdetails so ausarbeiten, dass die Ebenen durchgängig bleiben.
- Durchdringungen: technische Durchdringungen frühzeitig koordinieren und sauber abdichten.
Wichtig für die Ausführung
Die klare Darstellung der Ebenen – und das Gebot, diese nicht zu verletzen – ist für die Ausführenden aller Gewerke Hilfestellung und Pflicht zugleich. So wird die Umsetzung auf der Baustelle einfacher, kontrollierbarer und dauerhaft robust.
Details abstimmen
Ich unterstütze bei der Dichtheitsplanung, der Detailausarbeitung und der Koordination der Durchdringungen.
Die zweite Chance für Bestand
Sanierung
Die thermische Sanierung bestehender Gebäude wird oft als zweite Chance gesehen: Gebäude, die vor 20, 30 Jahren oder mehr errichtet wurden, erfüllten die Anforderungen ihrer Zeit. Heute stellen Bewohner höhere Ansprüche an Wärme und Behaglichkeit.
Deutlich niedrigere Energiekosten, Klimaschonung, Unabhängigkeit von Rohstoffmärkten, eine angepasste Raumaufteilung oder Erweiterung sowie eine moderne Ästhetik machen die thermische Sanierung zu einer echten Aufwertung – technisch wie auch im Alltag.
Typischer Ablauf einer thermischen Sanierung
Je nach Gebäude und Zielsetzung können einzelne Schritte variieren. Bewährt hat sich folgender Ablauf:
- 1
Bestandsaufnahme
Erfassung von Gebäudegeometrie, Bauteilaufbauten und relevanten Rahmenbedingungen.
- 2
Energieausweis vor Sanierung
Darstellung des Ist-Zustands als Grundlage für Vergleiche, Entscheidungen und Förderthemen.
- 3
Aufzeigen der Sanierungspotenziale
Identifikation wirksamer Maßnahmen – technisch sinnvoll und wirtschaftlich nachvollziehbar.
- 4
Sanierungskonzept, Stufenplan & Kostenschätzung
Entwicklung eines Konzepts – auf Wunsch als Stufenplan – inklusive grober Kostenschätzung zur Entscheidungsunterstützung.
- 5
Bauphysikalische Prüfung betroffener Bauteile
Prüfung zu Kondensationsfeuchte und Wärmebrücken, damit die Sanierung dauerhaft schadensfrei funktioniert.
- 6
Angebotsprüfung & Umsetzung
Prüfung von Angeboten und Begleitung der Umsetzung – die Ausführung erfolgt durch die Baufirma Ihrer Wahl.
- 7
Energieausweis nach Sanierung
Dokumentation des sanierten Zustands – oft relevant für Förderungen und den Nachweis der Zielwerte.
Sanierung unverbindlich besprechen
Ich unterstütze von der Bestandsaufnahme bis zum Nachweis nach der Sanierung – strukturiert und praxisnah.
Förderhinweis zur thermischen Sanierung
Sanierungsbonus
Für thermische Sanierungen im privaten Wohnbau gibt es mit dem Sanierungsbonus eine Bundesförderung im Rahmen der Sanierungsoffensive. Förderaktionen und Budgets ändern sich – ich helfe Ihnen gerne dabei, die passende Sanierungsart zu wählen und die notwendigen Unterlagen fachlich sauber vorzubereiten.
Kurz erklärt
- Bundesförderung für thermisch-energetische Sanierungen (Gebäude i. d. R. älter als 15 Jahre).
- Förderung als einmaliger Investitionskostenzuschuss – Höhe abhängig von Sanierungsart und Qualität.
- Antragstellung online über die offizielle Plattform (Budget begrenzt).
Hinweis: Förderbedingungen, Fristen und Budgets können sich ändern. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben auf der offiziellen Plattform.
Teilsanierung 40%
Pauschale Förderung bis € 10.000 (Stand aktuelle Aktion).
Umfassend – guter Standard
Pauschale Förderung bis € 15.000 (Stand aktuelle Aktion).
Umfassend – klimaaktiv
Pauschale Förderung bis € 20.000 (Stand aktuelle Aktion).
Wobei ich unterstütze
- Sanierungs-Check: Welche Sanierungsart ist realistisch und sinnvoll?
- Energieausweis & Nachweise: fachliche Grundlage für Entscheidungen, Angebote und Förderthemen.
- Bauphysik: Kondensationsrisiken, Wärmebrücken und Details schadensfrei planen.
- Stufenplan & Kostenschätzung: strukturiert vorgehen und Maßnahmen sinnvoll bündeln.
Förderung nutzen – kurz abklären
Terminvereinbarung telefonisch oder per Kontaktformular.
Telefon: 0664 / 1557210